CD Kritiken

DROP DOWN GODS - "100 reasons"
REVIEW vom SLAM Magazine

DROP DOWN GODS setzen auf mitreißende Rhythmus Strukturen - und mitreißend bedeutet hier wirklich mitreißend! Du sitzt auf deinem Schreibtisch und versuchst irgendwas in die Tastatur reinzutippseln, während dein Körper gezwungen ist, wild herumzuzucken und dem Takt einfach nicht widerstehen kann. Für Tippfehler haftet die Band, vor allem Drummer Bernhard "Frankie" Kern, aber wohl auch Sänger und Ausnahmesongwriter Wolfgang "The Dude" Csacsinovits und Bassist Thomas Iberer darf auch noch einen kleinen Teil auf seine Schultern nehmen.
Die vier Songs der EP rufen zwei Gesichter hervor: den jungen Gavin Rossdale zu BUSH-Zeiten und den melodiösen Maynard James Keenan von A PERFECT CIRCLE. Der Bonus-Track, eine Cover-Version von THE CARS.."Drive" alternativrockt wie Sau! Sorry für diese ordinäre Ausdrucksweise.
Die DROP DOWN GODS haben sich selbst ein sehr, sehr hohes Ziel auferlegt:"...sich mit einem eigenständigen Sound und wohl überlegten Songwriting von den meisten Rock Acts abzuheben." Wenn sie noch mehr geniale Songs wie jene auf "Kamikaze Pilot" in petto haben sollten, ist das Ziel in nicht mehr allzu weiter Ferne. Derzeit ist die Band gerade auf Suche nach einem Label und einer Booking-Agentur! Zugreifen, hey! Aber dalli!!!

www.slam-zine.de


DROP DOWN GODS - "Kamikaze Pilot"
REVIEW von TERRORVERLAG

Ich muss gestehen, dass mich überhaupt nicht interessiert, was in Sachen Fußball-EM momentan bei unseren alpenländischen Nachbarn abgeht. Stattdessen ist mir eine Grazer Band in die Hände gefallen, die durchaus meine Aufmerksamkeit erregen konnte. Die Rede ist von DROP DOWN GODS. Hervorgegangen aus der Combo EMPATHY präsentieren Bernhard Kern (dr.), Thomas Iberer (bass) und Wolfgang Csacsinovits (voc. & guit.) einen Mix aus Alternative, Grunge, elektronischen Elementen und eingängigen Melodien, den sie selbst "Industrial Grunge from Austria" nennen. Fünf Tracks hat das Trio auf einem kleinen Silberling gebannt und den Anfang macht der Titelsong "Kamikaze Pilot", der behutsam startet und sich dann unweigerlich in die Gehörgänge schraubt.
Zweifelsohne haben sich DROP DOWN GODS dem Seattle-Sound verschrieben, der hier in Ohrwurmqualität zelebriert wird. Nicht weniger eingängig, aber mit mehr Härte und Elektronik präsentiert sich "The Programme", während "The Child" besonders auf die rhythmische Komponente setzt, die dem Stück eine groovende Seele einhaucht. Knackige Gitarrenriffs prägen auch "The Holy Eyes", diesmal wird jedoch mit ruhigen Passagen kombiniert, die sich auch beim THE CARS-Cover "Drive" wiederfinden. Eine gelungene Adaption, die deutlich mehr Biss hat als das Original. "Kamikaze Pilot" bringt alles mit, was man von gutem Rock erwartet. Die Songs gehen ins Ohr und werden auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig.
Unverkennbar sind bei DROP DOWN GODS Profis am Werk, denen der erhoffte Plattenvertrag zu wünschen wäre.

ump (08.06.2008)
www.musik.terrorverlag.de